Ihre Suchergebnisse

Wie viel Eigenkapital brauche ich für den Kauf einer Immobilie im Chiemgau?

Geschrieben von Michael Jordan auf 2025
0

Der Kauf einer Immobilie ist für die meisten Menschen eine der größten finanziellen Entscheidungen ihres Lebens. Eine der häufigsten Fragen, die potenzielle Käufer dabei haben, ist: „Wie viel Eigenkapital muss ich eigentlich für den Kauf einer Immobilie aufbringen?“ In diesem Blogbeitrag gehen wir detailliert darauf ein, wie viel Eigenkapital Sie tatsächlich benötigen und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.

1. Was ist Eigenkapital?

Bevor wir in die Details gehen, ist es wichtig, den Begriff „Eigenkapital“ zu klären. Eigenkapital bezeichnet den Betrag an Geld, den Sie aus eigenen Mitteln für den Kauf einer Immobilie aufbringen. Es wird in der Regel als Prozentsatz des Kaufpreises angegeben und ergänzt die Finanzierung durch die Bank. Je mehr Eigenkapital Sie einbringen, desto weniger müssen Sie von der Bank leihen, was Ihre monatlichen Raten senken kann.

2. Wie viel Eigenkapital ist üblich?

Im Allgemeinen verlangen die meisten Banken in Deutschland, dass Käufer mindestens 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital aufbringen. Dies ist jedoch keine feste Regel – es gibt auch Ausnahmen, je nach Ihrer persönlichen finanziellen Situation und der Art der Immobilie, die Sie kaufen möchten.

  • Für eine Eigentumswohnung: Bei einer Eigentumswohnung ist eine Eigenkapitalquote von 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises üblich. Dies deckt in der Regel nicht nur den Kaufpreis, sondern auch zusätzliche Kosten ab.

  • Für ein Einfamilienhaus: Hier kann die Eigenkapitalquote sogar noch höher ausfallen, insbesondere wenn der Kaufpreis hoch ist oder es sich um eine teurere Lage handelt. Banken bevorzugen häufig eine Eigenkapitalquote von 30 Prozent.

3. Warum wird Eigenkapital gefordert?

Die Bank möchte sicherstellen, dass Sie ausreichend finanzielle Mittel haben, um den Kauf und die damit verbundenen Kosten zu decken. Je höher Ihr Eigenkapital, desto geringer das Risiko für die Bank. Mit einem höheren Eigenkapitalanteil verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass Sie die Hypothek in der Zukunft nicht mehr bedienen können.

Darüber hinaus hat Eigenkapital auch Vorteile für Sie als Käufer:

  • Günstigere Zinsen: Je mehr Eigenkapital Sie einbringen, desto niedriger fällt in der Regel der Zinssatz für Ihren Immobilienkredit aus. Banken bieten Ihnen eine bessere Finanzierung, weil sie ein geringeres Risiko sehen.

  • Bessere Kreditwürdigkeit: Eine hohe Eigenkapitalquote signalisiert der Bank, dass Sie finanziell stabil sind. Das kann Ihre Chancen auf eine Kreditzusage erhöhen.

4. Welche weiteren Kosten müssen beim Kauf berücksichtigt werden?

Neben dem Kaufpreis fallen beim Immobilienkauf auch zusätzliche Kosten an, die Sie nicht vergessen sollten:

  • Grunderwerbsteuer: Diese variiert je nach Bundesland und beträgt in Bayern 3,5 % des Kaufpreises.

  • Notarkosten und Grundbuchgebühren: Diese können ebenfalls mehrere tausend Euro betragen und sollten in Ihre Finanzplanung einbezogen werden. Eine unverbindliche Fausregel besagt, dass sich die Notarkosten auf ca. 1,5 % des Kaufpreises fixieren lassen.

  • Maklergebühren: Falls Sie einen Makler beauftragen, kommen auch diese Kosten hinzu. Hier sollten Sie bis zu 3,57 % des Kauspreises einrechnen.

Die Summe dieser zusätzlichen Kosten kann also ca. 9 % Prozent des Kaufpreises ausmachen. Es ist wichtig, dass Sie nicht nur den Kaufpreis der Immobilie im Auge behalten, sondern auch diese Nebenkosten.

5. Was tun, wenn ich nicht genug Eigenkapital habe?

Nicht jeder Käufer hat genug Eigenkapital, um 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises aufzubringen. Es gibt jedoch einige Möglichkeiten, dieses Problem zu umgehen:

  • Förderprogramme und KfW-Darlehen: Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bietet Förderprogramme für Erstkäufer oder für den Kauf von energetisch sanierten Häusern. Diese Darlehen können auch einen Teil des Eigenkapitals abdecken.

  • Verwandte oder Freunde um Hilfe bitten: In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, einen Kredit von Familienangehörigen oder Freunden zu erhalten, um das benötigte Eigenkapital zu ergänzen.

  • Bausparvertrag: Ein Bausparvertrag kann ebenfalls helfen, Eigenkapital anzusparen. Hierbei zahlen Sie regelmäßig in einen Vertrag ein, um später ein günstiges Darlehen zu erhalten.

6. Eigenkapital durch andere Vermögenswerte aufbauen

Wenn Sie das benötigte Eigenkapital nicht in bar haben, gibt es auch andere Wege, dieses zu generieren:

  • Verkauf von Wertgegenständen: Haben Sie andere Vermögenswerte wie Wertpapiere, Kunst oder andere Immobilien? Der Verkauf dieser Gegenstände kann Ihnen helfen, das nötige Eigenkapital zu beschaffen.

  • Private Immobilien: Wenn Sie bereits eine Immobilie besitzen, könnte der Verkauf oder die Beleihung dieser Immobilie Ihnen helfen, Eigenkapital für den Kauf einer neuen Immobilie zu erhalten.

7. Fazit

Die Höhe des Eigenkapitals, das Sie für den Kauf einer Immobilie benötigen, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter der Kaufpreis, die Art der Immobilie und Ihre individuelle finanzielle Situation. Generell empfehlen die meisten Banken eine Eigenkapitalquote von 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises. Zusätzlich sollten Sie die Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notarkosten und Maklergebühren in Ihre Kalkulation einbeziehen.

Es ist wichtig, dass Sie sich vor dem Immobilienkauf gut informieren und Ihre Finanzen genau prüfen. Mit einem soliden Eigenkapitalpolster können Sie nicht nur den Kaufprozess erleichtern, sondern auch von besseren Konditionen bei der Finanzierung profitieren.

Vergleiche Einträge

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.